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Das mechanistische Weltbild ist ein Sonderfall

04 Mai

Obwohl das mechanistische Weltbild mehr oder weniger falsifiziert wurde (ausführlich!) dient es breiten Kreisen in Schule, Wissenschaft, Justiz, Politik, Wirtschaft … nach wie vor als ideologische Richtschnur des Handelns.

Hans-Peter Dürr beschrieb schon vor 10 Jahren diesen Sachverhalt in seinem Buch „Wir erleben mehr als wir begreifen“ (ZF) ausgezeichnet:

  • „…Wissen und Wissenschaft im heutigen Sinne ist ohne die Trennung von Ich und Welt nicht möglich. Erst durch diesen Schnitt lassen sich Dinge unterscheiden und Regelmässigkeiten zwischen ihnen erkennen, deren Formulierungen sich im Laufe der Zeit als richtig und falsch erweisen können. Wir verwenden dieses Wissen von Regelmässigkeiten dazu, Prognosen zu machen. Dass die Wirklichkeit dies überhaupt zulässt, ist die eigentliche Ueberraschung!“ (S. 16) …
  • Unser Bauprinzip: Dinge genügend isolieren, in kleinere Teile zerlegen, zu grösseren Stücken zusammen bauen. …
    Warum nehmen wir etwas auseinander, wenn wir es verstehen wollen? Es ist doch gar nicht offensichtlich, dass wir es dann leichter haben. …Selbstverständlich geht etwas kaputt, weil in der Welt, von der wir Kenntnis haben, das Ganze immer mehr ist als die Summe der Teile. (S. 13)
  • Unser Bauprinzip, nach dem wir bauen, funktioniert aber nur in dem Masse, wie unsere Welt näherungsweise der alten Vorstellung entspricht, sie sei fest und determiniert … Aber wir können auf diese Weise nur Dinge schaffen, welche eine recht kurze Lebensdauer haben (Grössenordnung: Unsere Lebenszeit, wynmann) … (S. 86)
    Das Problem liegt wirklich in der Verabsolutierung, in der Annahme, dieses Denken gälte ganz allgemein. … Wir machen in uns so viel Lärm, beschäftigen uns alle mit diesen wahnsinnig vielen neuen Informationen und haben gar keine Möglichkeit mehr, auf die Weisheit im Hintergrund zu hören … (S. 77)

Aktuelles:  Neue Grundkraft gefunden?Studie weckt massive Zweifel an Existenz Dunkler Materiesie suchen nach immer kleineren Teilen, obwohl sie erst 4% dessen gefunden haben, was vorhanden sein sollte …

Thomas S. Kuhn beschreibt das Thema im Standardwerk der Wissenschafts-Theorie «die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen» (ZF) aus theoretischer Sicht, ich werde den Wandel mit meinen Blog-Beiträgen an dieser Stelle begleiten.

Speziell erwähnen möchte ich Frjtiof Capra, der mit seinem wegweisenden Werk «Wendezeit» schon vor 30 Jahren die Eck-Pfeiler des derzeitig stattfindenden Paradigmen-Wechsels vorwegnahm. Chapeau Monsieur!

Silbermond: Krieger des Lichts

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2 Kommentare

Verfasst von - 4. Mai 2011 in Uncategorized

 

2 Antworten zu “Das mechanistische Weltbild ist ein Sonderfall

  1. Brielle

    22. Mai 2011 at 18:34

    You got great points there, that’s why I always love checking out your blog.

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